20 Jahre Fastenbegleiter: von der Begeisterung zur Berufung

Nicht vorstellbar
Als ich das erste Mal vom Fasten hörte, konnte ich mir das gar nicht vorstellen - "tagelang nichts essen, das kann weder gut noch angenehm sein.", dachte ich.

Der Einstieg
Ein paar Jahre später kam ich wieder auf das Thema und diesmal sollte ich mich darauf einlassen. Ich hatte einen Tandem-Fallschirmsprung geschenkt bekommen und musste leichter werden. So meldete ich mich im Sommer 2000 zu meiner ersten Fastenwoche im Kloster Pernegg an.

Fasten ist einfach
Meine Befürchtungen waren groß und zahlreich, Hunger und nachhaltige Schlappheit waren die größten.  Man stelle sich deshalb mein Erstaunen vor, wie einfach das Fasten schlussendlich für mich war. Ich hatte keinen Hunger! Das war wie ein Wunder für mich.

Fasten wirkt phänomenal
Und was sich noch alles tat bei mir, unglaublich. In einer Zeit mit beruflichen und privaten Turbulenzen wurden meine Gedanken klarer und ich konnte, ganz mühelos, wichtige Entscheidungen treffen. Zusätzlich hatte ich einen kräftigen Energie- und Motivationsschub und war voller Tatendrang.

Fasten begeistert
Das Fasten begeisterte mich sehr und ich entwickelte ein Sendungsbewusstsein dafür. Wie ein Zeichen des Himmels schien mir der Umstand zu sein, dass die Domain "fasten.at" noch frei war und es im Internet kaum Informationen übers Fasten gab. So registrierte ich diese Domain und begann übers Fasten zu berichten. 

erstes Logo von fasten.at

Fasten lernen
"Damit auch eine gewisse Qualität bei fasten.at gewährleistet wird, werde ich eine Ausbildung zum Fastenbegleiter machen", dachte ich und schaute mich diesbezüglich um. In Österreich gab es damals noch kaum Ausbildungen und so entschied ich mich für ein Seminar in Deutschland. Das katholische Bildungswerk Rottweil bot einen Lehrgang an, der auch den Schwerpunkt "Ganzheitliches Lehren und Lernen" enthielt. Lehrgangsleiter waren Peter Müller und Cornelia Heinemann

Ausbildungsurkunde

Kann Fasten auch zu meinem Lebensunterhalt beitragen?
Diese Frage stellte ich mir, denn ich hatte nun schon  eine Menge Zeit und Geld in das Thema Fasten investiert. Und auch Peter Müller fragte ich bei der Anmeldung: "Kann man vom Begleiten von Fastengruppen leben?". Seine Antwort war sehr ernüchternd: "Nein!", lachte er, er kenne niemanden, der das hauptberuflich macht. Die meisten begleiten einen oder zwei Kurse im Jahr, in ihrer Freizeit.

fasten.at als beruflicher Einstieg
Doch das Fasten begeisterte mich weiter und die nächste Idee, meine Kosten abzudecken, nahm Gestalt an: ich könnte die Internetseite fasten.at als Werbeplattform für Fastenanbieter einsetzen. Ich entwickelte ein Konzept und begann Klinken zu putzen. Eine der ersten Adressen war natürlich der Ort, an dem ich selbst zum ersten Mal gefastet hatte - Kloster Pernegg im Waldviertel.

Start als Fastenbegleiter
Dem damaligen Direktor Hans Hermann gefiel fasten.at und er gab mir seine Unterstützung. Und fragte mich gleich: "Wollen Sie nicht auch Fastenkurse bei uns in Pernegg begleiten?". Da brauchte ich nicht lange zu überlegen und sagte für zwei Kurse im Sommer 2002 zu. Aus diesen ersten zwei Kursen wurden dann bis heute 276 (1/2022).







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